Das Neueste in Kürze

7.4.

Das neue Klavierstück für Tanya Bannister ist fertig und in ihren Händen. Der Titel "Yorick's skull" bezieht sich auf den Monolog von Hamlet, der den Schädel des Hofnarrs in Händen hält, des Mannes, der ihm in seiner Kindheit so nahe stand:
"Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio; a fellow of infinite jest, of most excellent fancy; he hath borne me on his back a thousand times; and now, how abhorred in my imagination it is! My gorge rims at it. Here hung those lips that I have kissed I know not how oft. Where be your gibes now? Your gambols? Your songs? Your flashes of merriment, that were wont to set the table on a roar?" (Hamlet, V.i)

2.5.

Pünktlich zur ausverkauften Derniere erschien nun auch die aussagekräftige und durchweg positive Kritik in der Opernwelt von Mai: "(...) Alles in allem ein großer Abend des Musiktheaters Osnabrück, der das tief bewegte Premierenpublikum in Bann schlug."

22.4.

Severin von Eckardstein stellte uns heute seine neue CD vor, "Wagner and the Piano". Sidneys Stück "Grabmal Kundry in memoriam Hans Werner Henze" steht darauf als Reflektion der Kundry (ausgehend von den Harmonien aus dem Vorspiel des dritten Aufzugs von Parzival) fünf Transkriptionen von Wagner-Szenen gegenüber. Am 19. Juni wird das Stück beim Klavierfestival Ruhr uraufgeführt.

26.3.

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt Gerhard Rohde über "Das große Heft":
"Corbetts Musik zu 'Das große Heft' beschreibt nicht nur äußere Aktionen und Verhaltensweisen. Sie dringt tief in die Szene und Figuren ein. Das vielfältig agierende Orchester entfaltet eine differenziert Klangsprache, mit feinen instrumentalen Farben und sensiblen Stufungen. Rhythmische Charakterisierungen beschreiben genau einige der Personen, etwa den 'fremden Offizier'. Der Text wird oft sensibel mit dem Orchester durchleuchtet. Vor allem aber zeichnet sich Corbetts Komponieren durch den wunderbar entspannten Umgang mit dem Gesanglichen aus - kein schmetterndes Arioso, vielmehr die subtile Führung der Linien, eine zarte Expressivität. Das wirkt natürlich vor allem im Kontrast zur litarischen Vorlage. Doch stellt die Musik diese auch nicht auf den Kopf: Sie vermenschlicht vielmehr die Figuren und deren Leidensdruck wird dadurch nur noch schmerzlicher erfahrbar."

17.3.

Die Neue Osnabrücker Zeitung schreibt: "Nach dem letzten Ton herrscht - Stille. Erst nach einigen Momenten entlädt sich die Spannung im Osnabrücker Theater am Domhof, feiert das Publikum minutenlang die tief bewegende Uraufführung der Oper 'Das große Heft' von Sidney Corbett. (...) entfaltet dieses Stück eine Intensität, der man nicht entrinnen kann. Damit wird 'Das große Heft' zur stimmigsten Opernuraufführung, die das Haus seit Langem erlebt hat." Eine detailliert Betrachtung von Frieder Reininghaus veröffentlichte die Neue Musikzeitung online: "(...) Das kühne Konstrukt von Kristófs Erstlingsroman 'Das große Heft' wurde von Corbett mit einer Musik bedacht, die mit leisen Intensitäten ein Korrelat zum Text schafft (...) Sidney Corbett ist im Zusammenwirken mit seinem Librettisten, dem Osnabrücker Intendanten Ralf Waldschmidt, so etwas wie ein modernes 'Lehrstück' gelungen (...)"

Termine in nächster Zeit (Auswahl)

30. mai 2013

archipel chagall II (le cirque)

vox n plux
anderson-fader guitar duo
elizabeth farnum, soprano

new york, hiart gallery

26. mai 2013

gebet

duo socell
irene kurka, sopran
burkhard zeller, cello

zepernick, st. annen

28. mai 2013

vortrag über seine musik

sidney corbett

universität leipzig

9. juni 2013

voce oscure (ua)

ensemble xenon

berlin

19. juni 2013

grabmal kundry in memoriam hans werner henze für klavier (ua)

severin von eckardstein

klavierfestival ruhr

28. juni 2013

lieder aus der bettlerschale

gesa hoppe, sopran
jan gerdes, klavier

berlin, philharmonie

2.-10. august 2013

sommerkurs in komposition

ambientazioni musicali

valle roveto (AQ), italien